Unser Beratungsangebot

Mehrere Personen stehen vor einem Flipchart

In zwei Projekten können wir aktuell Beratung zu verschiedenen Themen und Phänomenen ebenso wie für unterschiedliche Adressat*innen anbieten: Die Fachstelle Rechtsextremismusprävention (fa:rp) hilft und unterstützt im Umgang mit verschiedenen Phänomenen von Rechtsextremismus. Sie berät und begleitet dazu bundesweit Einrichtungen und Fachkräfte der Jugendhilfe und Schule. Außerdem berät sie weitere Multiplikator*innen zu Präventionsmaßnahmen und pädagogischen Interventionen. Die Beratungsstelle veritas dagegen wendet sich an Betroffene von Verschwörungserzählungen. Neben der Umfeldberatung von verschwörungsgläubigen Personen bietet veritas Beratungen für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe zu Fragen des Kindeswohls.

fa:rp: Prävention und pädagogische Intervention bei rechtsextremen Phänomenen

Die Fachstelle Rechtsextremismusprävention (fa:rp) berät zu allen jugendhilfe- und schulbezogenen Angelegenheiten rund um Rechtsextremismus und begleitet weiterführende Prozesse der pädagogischen Präventions- und Interventionspraxis. Per Telefon, E-Mail und online besprechen die Mitarbeitenden der Fachstelle Ihre Anliegen mit Ihnen und ermitteln gemeinsam mit Ihnen geeignete präventive und interventive Handlungsschritte. Bei Bedarf können sie zudem weitere geeignete Stellen in Ihrer Nähe empfehlen und Materialien zum Umgang mit menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Haltungen zur Verfügung stellen. Die Beratung ist kostenlos.
Die Fachstelle erreichen Sie per E-Mail an kontakt@farp.online. Das ganze Angebot der Fachstelle finden Sie auf farp.online.

veritas: Unterstützung für das Umfeld von verschwörungsgläubigen Menschen

Fühlen Sie sich belastet, weil Menschen in Ihrem Umfeld Verschwörungs­erzählungen verbreiten? veritas – die Beratungsstelle für Betroffene von Verschwörungserzählungen – bietet in diesen Fällen eine kostenlose, vertrauliche, einzelfallorientierte und bei Bedarf anonyme Beratung an. Die Beratung kann per Telefon, E-Mail, einem sicheren Video-Tool oder in den Beratungs­räumen von veritas in Berlin stattfinden. So möchte veritas den Leidensdruck Betroffener mindern und Ihnen unter Umständen auch ermöglichen, wieder in Beziehung mit der betreffenden Person zu treten. Neben der Beratung von Familien und dem Umfeld von verschwörungs­gläubigen Menschen unterstützt veritas außerdem Fachkräfte, in deren Alltag – sei es bei Klient*innen oder Kolleg*innen – Verschwörungs­erzählungen eine Rolle spielen. Außerdem ist die Beratungsstelle ansprechbar für Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen, denen Veränderungen im Schulalltag auffallen. Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe beraten unsere Kolleg*innen von veritas zudem zu Fragen des Kindeswohls im Kontext von Verschwörungs­erzählungen gemäß §8a SGB VIII.
Die Beratungsstelle erreichen Sie per E-Mail an kontakt@veritas-beratung.de. Mehr über die Arbeit von veritas erfahren Sie auf veritas-beratung.de.

Kindeswohl bei Aufwachsen in islamistisch oder salafistisch geprägten Familien: Orientierungshilfe für Jugendämter sowie für Kinder- und Jugendhilfe

Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sind zunehmend mit Kindern und Jugendlichen konfrontiert, die in islamistisch oder salafistisch geprägten Familien aufwachsen. Dann gehen die Lebens- und Handlungsweisen von Eltern, Geschwistern oder nahen Verwandten meist mit typisch extremistischen Denk- und Verhaltensweisen einher, die auch die Erziehung prägen können. Das stellt Fachkräfte in den Jugendämtern vor neue Herausforderungen, denn sie begeben sich in ein Spannungsfeld zwischen Religionsfreiheit, Kinder- und Elternrechten. cultures interactive e.V. hat deswegen zusammen mit dem SOCLES International Centre for Socio-Legal Studies und der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein eine Orientierungshilfe für Jugendämter erstellt. Sie informiert über gesellschaftliche wie rechtliche Grundlagen im Umgang mit islamistisch oder salafistisch geprägten Familien und zeigt Handlungsoptionen anhand von Fallbeispielen auf. Außerdem gibt die Broschüre Informationen zur bisherigen Rechtsprechung und weist auf mögliche Fallstricke hin, ebenso wie auf Besonderheiten bei Familien sogenannter Rückkehrer*innen. Im Zentrum der Handreichung stehen Fragen der Kindeswohlgefährdung.
Die Orientierungshilfe wurde im Auftrag des niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung erstellt.