WomEx II

WomEx II – Frauen und Genderaspekte in der Radikalisierungsprävention im religiös begründeten Extremismus

Geschlechtsspezifische Hinwendungsfaktoren / Ideologische und reale Rollenverteilungen / Gender-reflektierte Präventions- und Distanzierungsarbeit

 

Ähnlich wie im Rechtsextremismus waren Frauen und Mädchen als Akteur*innen im Bereich religiös begründeter Extremismus lange unterschätzt. Spätestens seit immer mehr (jugendliche) Frauen in IS–Kampfgebiete ausgereist sind bzw. (teilweise nun mit Kindern) zurückkehren, wird das Problem vor allem auch von den Sicherheitskräften wahrgenommen. Für die pädagogische Praxis der Jugendarbeit und in der Schule geht es um die Frage, was junge Frauen (aber auch Männer) dazu bringt sich militant islamistischen Szenen anzuschließen bzw. für sie einzutreten.

In der Fortbildung wird mit den Teilnehmer*innen erörtert, inwieweit persönliche Geschlechterrollenvorstellungen von muslimisch und nicht muslimisch geprägten Menschen, Diskriminierungserfahrungen und uneingelöste Gleichberechtigungsversprechen mögliche Hinwendungsfaktoren gerade auch für junge Frauen sind. Anhand verschiedener Rollen, die Frauen im islamistischen Extremismus einnehmen können, werden politisch-religiös motivierte Selbstermächtigungsstrategien sichtbar.  Für eine gelungene Präventionsarbeit müssen solcherlei Motive erkannt und in die Arbeit einbezogen werden.

Methodik
Es werden Ansätze und Zugänge für die Arbeit mit jungen Frauen im Gemeinwesen, Jugendarbeit und in der Schule mit den Teilnehmer*innen erarbeitet und Methoden für eine offene Diskussion zu den Lebenswelten junger Frauen vermittelt. Darüber hinaus werden bislang vorhandene Zugänge für Distanzierungsangebote im Hinblick auf Rückkehrer*innen/Frauen und Familien vorgestellt.

Zielgruppen
Studierende, Mitarbeiter*innen der Jugendarbeit, Jugend- und Familienhilfe, Polizei und Verwaltung.

Teilnehmer*innenanzahl
8-15

Dauer
1-2 Tage