WomEx I

WomEx I – Gender als thematische Kampfzone von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus / Ansätze einer genderreflektierten Präventions- und Distanzierungsarbeit

Die extreme Rechte nutzt Fragen nach den Rollenvorstellungen von Männern und Frauen oder persönlichen Lebensentwürfen, um demokratische Grundrechte in Frage zu stellen und zu attackieren. Dementsprechend ist eine Sensibilisierung zu Genderthematiken für Pädagog*innen wichtig, um eine Haltung zu aktuellen Debatten um gesellschaftliche Werte und Visionen auszubauen. Nicht zuletzt spielen Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit oft eine entscheidende Rolle für junge Menschen, die sich rechtsextremen Szenen zuwenden.

Die Fortbildung sensibilisiert dazu, inwieweit Angriffe auf Gender Mainstreaming, Feminismus und vielfältige Lebensentwürfe eine Strategie von extrem rechten Bewegungen ist, Menschen für ihre Themen zu gewinnen. Das beeinflusst nicht nur die sogenannte „Mitte der Gesellschaft sondern auch viele Heranwachsende. Umso wichtiger sind Möglichkeiten der Reflektion und moderierten Diskussion im Gemeinwesen, Jugendarbeit und Schule zu diesen Themen. Dazu werden Hintergründe zu genderrelevanten Thematiken der extremen Rechten wie die Ablehnung von Gender Mainstreaming, Feminismus, geschlechtlicher Vielfalt, Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen und deren ideologische Bedeutung vermittelt. Es werden Strategien der geschlechtsspezifischen Rollenverteilungen in rechtspopulistischen und rechtsextremen Bewegungen beleuchtet und auf die Bedeutung von Frauen gerade auch bei der Einflussnahme in Gemeinwesen und Bildungsbereichen eingegangen. Dabei werden auch geschlechtsspezifische Aspekte der Hinwendung und Teilnahme in rechtsextremen Szenen für Jungen und Mädchen behandelt. Zudem werden Ansätze und Methoden genderreflektierten und geschlechtsspezifischen Arbeitens für das eigene Arbeitsfeld vermittelt.

 

Methodik
Durch PowerPoint-Vorträge, Übungen, Kleingruppenarbeit, Reflexionsrunden werden die Handlungskompetenzen der Teilnehmenden gestärkt und Möglichkeiten angeregt, professionell Problematiken im eigenen Arbeitsfeld zu bearbeiten.

Zielgruppen
Studierende, Mitarbeiter_innen der Jugendarbeit, Jugend- und Familienhilfe, Polizei und Verwaltung

Teilnehmer*innenanzahl
8-15

Dauer
1-2 Tage

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