Oliver Kossack

Ich bin seit Januar 2015 bei CI. Los ging es mit der Projektkoordination im EU-Projekt „European Fair Skills“. Darauf folgten mixfaktor und andere kleinere Projekte in Deutschland und Europa sowie derzeit Fair*in und die Strukturentwicklung zum bundeszentralen Träger, in deren Rahmen ich vor allem für den Bereich Fachkräftefortbildungen zuständig bin.

Von 2006 bis 2012 habe ich an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) Kulturwissenschaften (B.A.) und European Studies (M.A.) studiert, mit einem kurzen Abstecher nach Dänemark an die Uni Roskilde für ein Auslandssemester. Nach dem Studium habe ich an der Viadrina 2 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für vergleichende Politikwissenschaft gearbeitet. Mein thematischer Schwerpunkt lag während dieser gesamten Zeit auf Rechtsradikalismus und dessen Prävention, zuletzt immer stärker mit Blick nach Mittel- und Osteuropa. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter habe ich neben der Lehre und einigen Publikationen zum Thema auch angefangen, eine Dissertation zur Regierungsbeteiligung rechtsradikaler Parteien in den mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten zu schreiben und versuche, dieses Unterfangen nun neben der Tätigkeit bei CI zu Ende zu bringen. Zum Glück gibt es hier einige inhaltliche Schnittmengen mit der Arbeit von CI, gerade durch die EU-Orientierung, sodass beide Tätigkeiten gut voneinander profitieren können.

Außerdem engagiere ich mich seit meiner Jugend in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Initiativen gegen Rechtsextremismus, oft auch mit jugendkulturellen Bezügen. In Lübben war ich Teil einer Gruppe Jugendlicher, die fünf Jahre hintereinander ein Festival gegen Rechts in der Stadt organisiert hat. Hier gab es 2003 auch den ersten Kontakt zu den Leuten von CI, die schon damals vor Vereinsgründung mit ihren Workshops zum jugendkulturell-politischen Programm beigetragen und auch mein Interesse für diesen Aspekt der Präventionsarbeit geweckt haben. Während des Studiums hat sich dann in Frankfurt im Rahmen von Utopia e.V. ein Kollektiv zusammengefunden, um über mehrere Jahre einen selbstorganisierten alternativen Kulturraum mit antifaschistischem und antirassistischem Anspruch zu betreiben, bei dem ich auch bis zur Schließung dieses Freiraums wegen einer drastischen Mieterhöhung dabei sein durfte.