Niklas Vögeding

Ich bin Niklas, Jahrgang 1993 und seit Anfang 2018 bei CI aktiv.
Aufgewachsen in einer Kleinstadt tiefsten Westen Nordrhein-Westfalens, habe ich schnell gemerkt, dass mir die traditionellen und eingefahrenen Strukturen im Dorf nicht passen, so dass es mich schon früh in die nächstgelegen "Groß"Städte Mönchengladbach, Düsseldorf und Köln verschlagen hat, um tiefer in die Techno-Clubkultur einzutauchen, für die ich mich schon während der Schulzeit zu begeistern begann. Die Leidenschaft für elektronische Musik verschiedenster Ausprägungen begleitet mich bis heute und prägt dementsprechend auch meine Arbeit für CI.

Nach meinem Abi habe ich dann meinen Bachelor in Soziologie an der Universität Bielefeld gemacht. Nachdem mein Plan, meinen darauffolgenden Master in Berlin zu machen, grandios gescheitert ist, habe ich mich für das relative Kontrastprogramm entschieden und bin für den Masterstudiengang "Gesellschaftstheorie" ins beschauliche Jena in Thüringen gezogen; und tatsächlich hätte es besser nicht kommen können. Denn obwohl mir in Thüringen nochmal deutlicher auffiel, was mich schon in meinem Heimatdorf beschäftigte, nämlich dass menschenfeindliche und rechtsextreme Haltungen tief in den Grundstrukturen unserer Gesellschaft verankert sind, lernte ich in der Studi-Stadt Jena auch, was es heißt, sich aktiv gegen diese Haltungen zu positionieren! Begleitet von einer tiefergehenden akademischen Spezialisierung in diesem Themenfeld, begann ich also mich auch privat und ehrenamtlich im 'gegen Rechts' zu engagieren.

Dieser Prozess mündete dann in einem studienbegleitenden Praktikum bei CI, von dem aus ich dann begann als freier Mitarbeiter als politischer Bildner und Jugend in Workshops zu übernehmen. Gleichzeitig besuchte ich diverse von CI angebotene Fortbildungen und arbeitete insbesondere im Projekt "DisTanZ" in Weimar an der Konzeption und Umsetzung mit. Mit dieser Erfahrung wurde mir nun die Möglichkeit geboten, Teil des Berliner Teams zu werden. Meine Hoffnung, irgendwann doch noch in der Hauptstadt zu landen, hat sich also auf die beste Art und Weise, die ich mir vorstellen kann, erfüllt!

In Berlin bin vor allem tätig als Koordinator von unseren verschiedenen Workshopangeboten, die ich zugleich evaluiere und weiterentwickel. Außerdem versuche ich, die Erfahrungen, die ich in Thüringen in der Arbeit mit schon stärker rechtsextrem orientierten Jugendlichen gesammelt habe, hier in Berlin zu nutzen und auf praktischer und konzeptioneller Ebene weiterzugeben.