Fortbildungen und Qualifizierungen

Unsere Bildungsmaßnahmen

CI bietet für Fachkräfte aus Schule, Hochschule, Verwaltung, Jugend- und Sozialarbeit verschiedene Fort- und Weiterbildungen an. Diese sind im Rahmen unserer langjährigen Projekte entstanden und spiegeln erworbene Erfahrungen und Ergebnisse sowie aus der Praxis oftmals geäußerte Bedarfe wieder.
Bundesweit bieten wir zu folgenden Themen Fortbildungen an:

  • Prävention / Intervention von Rechtsextremismus und religiös begründetem Extremismus
  • Phänomene Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • Pädagogische Ansätze von Jugendkulturen/Jugendkulturarbeit
  • Jugendkulturelle Beteiligungsverfahren, Empowermentstrategien und politische Bildung mit jungen
    Menschen aus benachteiligenden Lebenssituationen
  • Genderaspekte in der Präventions- und Distanzierungsarbeit
  • Inklusive Jugendkulturarbeit

Formate (Dauer) sowie Inhalte (Themen) werden dabei bedarfsgerecht abgestimmt, können variiert und kombiniert werden. Zudem werden die Bildungsmaßnahmen prozessorientiert durchgeführt, um höchstmögliche Einbindung aller Teilnehmenden zu gewährleisten.

Unsere Trainer*innen

Wir greifen in unserer Bildungsarbeit auf ein Team aus langjährig erfahrenen Trainer*innen zurück. Sie sind entweder selbst in unseren diversen Präventionsprojekte als jugendkulturelle Workshopleitende, politische Bildende und Mitarbeitende aktiv oder gehören zu unseren Arbeitsnetzwerken. Im Laufe der praktischen Bildungs- und Beratungsarbeit haben sie besonderes Wissen erworben und verfügen über Kompetenzen in spezifischen Bereichen.

Angebote: Fortbildungen und Qualifizierungen

Bildungsmodule zu Ansätzen der Jugendkulturarbeit

A1 Jugendkulturen als Türöffner
Jugendkulturen sind wesentlicher Bestandteil der Lebenswelt von Jugendlichen und eignen sich so als Zugang. In dem Modul wird der von CI entwickelte Jugendkulturansatz sowie Formate und praktische Methoden vorgestellt. Ziel ist es zivilgesellschaftliche und menschenrechtsorientierte Haltungen zu stärken und jugendkulturelles Engagement und Partizipationsstrukturen in der eigenen Einrichtung zu erlangen. Dabei werden eigene Handlungskompetenzen durch praktische Übungen und kollegiale Fallberatungen gestärkt.

Die Fortbildung ist als ein- oder zweitägiges Tagesformat durchführbar.

A2 Jugendkulturarbeit inklusiv gestalten
Wie kann jugendkulturelle Arbeit weitergehend für die Bedürfnisse von jungen Menschen mit Beeinträchtigung geöffnet werden? Das Modul setzt sich mit dem Thema Inklusion in der Gruppenarbeit auseinander. Es werden Ansätze und Methoden vorgestellt, um inklusive Angebote in der offenen Jugendarbeit und im Gemeinwesen zu installieren.

Die Fortbildung ist als ein- oder zweitägiges Tagesformat durchführbar.

Bildungsmodule zur Prävention von Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus

B1: Umgang mit Diskriminierung.
Sprache ist grundlegend für Kommunikation. Dabei spiegeln sich in ihrer Verwendung auch gesellschaftliche Verhältnisse wieder. So treten sprachvermittelt auch vorurteilsbehaftetes Denken und diskriminierende Einstellungsmuster auf. In dem Modul sollen diese anhand von Alltagssprache untersucht werden und gemeinsam präventive und interventive Umgangsweisen erarbeitet werden.

B2: Zwischen Meinungsfreiheit und Hetze. Umgang mit menschenfeindlichem und extrem rechtem Verhalten.
Recht(sextrem)e und andere menschenfeindlichen Einstellungen finden vermehrt den Weg in die Mitte der Gesellschaft. Die Grenzen zwischen bloßer Kritik und purem Hass verschwimmen immer mehr. Wie aber damit umgehen? Ab wann ist was nicht mehr von der Meinungsfreiheit gedeckt, wann strafrechtlich relevant? Welche pädagogischen Interventionsmöglichkeiten gibt es? In dem Modul werden Handlungsoptionen vorgestellt und anhand von Fallbeispielen eingeübt werden.

B3: Genderreflektierende Präventionsarbeit gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.
In dem Modul werden einerseits geschlechtsspezifische Aspekte der Hinwendung und Teilnahme in rechtsextremen Szenen für Jungen und Mädchen behandelt. Andererseits Ansätze und Methoden genderreflektierten und geschlechtsspezifischen Arbeitens für das eigene Arbeitsfeld vermittelt.

B4: Poser. Prediger. Patrioten. Politische (Jugendkultur-)Bildung zur phänomenübergreifenden Radikalisierungsprävention.
Schwerpunkt des Moduls ist die Vermittlung von Handlungskompetenzen für den phänomenübergreifenden Umgang mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und religiös begründetem Extremimus. Es werden Ansätze sowie Methoden der politischen Bildungsarbeit zu den unterschiedlichen Präventionsfeldern vorgestellt.

Qualifizierungen für die Praxis

C1: Erkennen, Einordnen, verantwortlich Handeln. Zertifizierte Qualifizierungsreihe zum Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.
Ziel der insgesamt zehntägigen Qualifizierungsreihe ist es, (sozial)pädagogischen Fachkräften Möglichkeiten an die Hand zu geben, verantwortlich mit rechtsextrem gefährdeten und orientierten Jugendlichen sowie menschenverachtenden Einstellungen umgehen zu können und mehr Handlungssicherheit zu gewinnen. Im Rahmen des Projekts Hako_reJu (Handlungskonzept zum Umgang mit rechten Jugendlichen) wurde dazu mit Praktiker*innen aus der Jugendarbeit ein 5-stufiges Interventionsmodell entwickelt. Die Qualifizierung ist in fünf zweitägige Module entsprechend des Handlungskonzepts aufgeteilt. Die Teilnahme an der Qualifizierungsreihe wird mit einem Zertifikat bestätigt.

C2: Fair Skills. Zertifizierte Qualifizierung zur Jugendkulturarbeit
Ziel der mehrtägigen Qualifizierung ist es den Jugendkulturansatz zur Prävention von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Rechtsextremismus zu vermitteln. Dieser nutzt die menschenrechtlichen, emanzipatorischen und demokratischen Potenziale von Jugendkulturen und (sozialen) Medien zur niedrigschwelligen, lebensnahen und interessenorientierten Präventionsarbeit mit Jugendlichen. Die Teilnehmenden lernen durch interaktive Methodenvermittlung und Handlungsreflexion die theoretisch-methodischen Grundlagen des Jugendkulturansatzes kennen und werden dazu befähigt, selbst präventive Angebote, die jugendkulturelle und Medienpraxis mit sozialer und politischer Bildung verbinden, für Jugendliche zu konzipieren und durchzuführen. Die Qualifizierung ist als 4-5-tägige Kompaktveranstaltung konzipiert. Die Teilnahme an der Qualifizierung wird mit einem Zertifikat bestätigt.

Thüringer Bildungsbausteine

Fortbildungsangebote zur Stärkung der demokratischen Alltagskultur in Schule / Verwaltung / Jugendhilfe in Thüringen

Zielgruppen: Mitarbeiter*innen von Einrichtungen der Jugendhilfe sowie der frühkindlichen Bildung, Verwaltungen und Schulen in Thüringen
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