European Fair Skills

European Fair Skills - Exchanging good practice in strengthening community-embedded prevention of group-based enmity, hate crime and violent right-wing extremism

In den letzten 8 Jahren hat CI in zahlreichen (Modell-)Projekten Ansätze und Konzepte einer zielgruppenspezifischen und an das Gemeinwesen angebundenen Präventionsarbeit entwickelt und erprobt. Ob in Workshops mit Jugendlichen, bei Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte oder Beratung und Coaching von Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung vor Ort – um langfristig und nachhaltig gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, „hate crime“ und rechtsextrem motivierte Gewalt vorzugehen, bedarf es der ganzheitlichen Betrachtung eines Gemeinwesens und zielgerichteter Angebote für unterschiedliche Akteur_innen.Während seines Engagements im europäischen Radicalisation Awarenes Network (RAN) kam cultures interactive mit zahlreichen Praktiker_innen aus dem Bereich der Präventionsarbeit zusammen. Dabei zeigte sich, dass die Präventionsarbeit besonders in den mittel- und osteuropäischen EU-Staaten bisher ein wenig entwickelter Bereich ist. In diesen Ländern ist zudem eine starke Verfestigung diskriminierender Einstellungen in Teilen der Gesellschaft zu beobachten, die sich in der Organisation militant rechter Gruppierungen, in antisemitischen Äußerungen, homophob motivierten Übergriffen oder Angriffen auf Romasiedlungen manifestieren.

Vor diesem Hintergrund führt cultures interactive ab 2015 zusammen mit den Nicht-Regierungs-Organisationen Kontiki (Ungarn), Eruditio Publica (Tschechische Republik) und CENAA (Slowakische Republik) das zweijährige Projekt European Fair Skills durch, dessen Ziel die Erprobung eines Transfers bewährter Ansätze gemeinwesenorientierter und zielgruppenspezifischer Präventionsarbeit aus dem deutschen in andere nationale Kontexte ist.

Dabei werden zusammen mit den Partnerorganisationen folgende drei Maßnahmenbündel jeweils in ihrem Land umgesetzt:

  • Fair Skills: Ausbildung von Multiplikator_innen für die Umsetzung des Ansatzes der zivilgesellschaftlichen Jugendkulturarbeit, die vor Ort selbst Trainings mit gefährdeten Heranwachsenden durchführen
  • HaKo_reJu: Fortbildung lokaler Pädagog_innen und Jugendkulturakteur_innen für die primäre und sekundäre Präventionsarbeit mit Jugendlichen
  • Einrichtung von Runden Tischen zur regionalen Verankerung eines Netzwerkes der Rechtsextremismusprävention mit lokalen Akteur_innen aus Politik, Verwaltung, Sozialer Arbeit, Schule u.ä.

Ebenfalls mit dem Ziel des Transfers wird der Kooperationspartner Friedrich Ebert Stiftung (FES) in den drei Ländern Fortbildungen zu erfolgreiche Ansätzen und Methoden der Ausstiegsarbeit für Mitglieder der rechten Szene vorstellen und darüber hinaus auf eine weitere internationale Vernetzung, insbesondere auch in Rumänien, Bulgarien und Griechenland, hinwirken. Phineo und IMPACT unterstützen das Projekt als Partner bei der Entwicklung von praxisorientierten Instrumenten der Ziel- und Qualitätssicherung.

Für die Verstetigung, länderspezifische Multiplikation und Kooperation arbeitet cultures interactive zudem mit der Open Society Foundation, der OSCE, dem Helsinki Committee, dem Radicalisation Awareness Network (RAN) und dem European Forum for Urban Security (Efus) zusammen.

Projektlaufzeit

Januar 2015-Dezember 2016

 

Das Projekt European Fair Skills wird gefördert von

 

Europäische UnionCo-funded by the Prevention of and Fight
against Crime Programme of the European Union