Chris Egenberger

aufgewachsen bin ich in der schleswig-holsteinischen einöde, was bedeutete, dass ich den beschwerlichen weg mit der bahn nach hamburg nehmen musste, wenn etwas erlebt werden wollte. dort stellte sich dann früh die frage, ob ich meine Samstag nachmittage lieber bei pauli oder beim hsv verbringen wollte. aufgrund einiger guter freunde entschied ich mich damals für das volksparkstadion und blieb auch dort, als in den 90er jahren rassistisches gegröhle nur allzu oft die gute stimmung zunichte machte. dennoch wollte ich den idioten nicht das feld überlassen. letztendlich hatte ich ja auch lust auf erstklassigen fussball und die 1a schnitzelbrötchen dort.
zum studieren ging ich dann nach berlin und treibe mich nun doch all zu oft bei unterklassigen teams rum, auch wenn dort mannchmal nur wenige hundert gleichgesinnte sind. hauptsache die stadionwurst ist korrekt und rassismus, homophobie und sexismus haben in der fankurve keinen platz.